Br. Hermann Josef Jacobs

geb. am 28.7.1934 in Siersburg Saar

Am 2.04.1953 eingetreten als Bruder in die Gesellschaft Jesu in Eringerfeld

15.8.64 letzte Gelübde

Gest. am 12.10.2016 in Berlin Kladow


Br Jacobs wurde 1934 in Siersburg (Rehlingen) als Sohn des Lehrers Alois Jacobs und seiner Frau Felicitas geboren und im katholischen Glauben getauft und erzogen mit noch zwei Schwestern und einem Bruder.


Mit 16 Jahren begann er eine Gärtnerlehre von 1950-51, verließ dann den Betrieb und ging nach Merzig in die Baumschule, wo er bis zu seinem Eintritt in die deutsche Westprovinz des Jesuitenordens blieb. Im Oktober 1952 begann er mit einer Postulatszeit und kam dann am 2.4. 1953 ins Noviziat in Ehringerfeld unter P. Flosdorf. Nach den ersten Gelübden ging es dann nach Münster, wo er sieben Jahre mit Br. Spieker im Garten von Haus Sentmaring arbeitete. Dann kam er an unser Kolleg in Bad Godesberg, und wirkte dort von 1963-68 im Garten und in der Sakristei. Danach war er im Canisiushaus in Köln von 1968-78 mit einer bunt gemischten Arbeit, Pforte, Garten Büroarbeiten, Japanmission, Druck und Versand des Japanrundbriefes. Auch die Sakristei musste er betreuen.

Seit dem 16. Nov 1979 war er bis zu seinem Tod 37 Jahre in Berlin und arbeitete zusammen mit Br. Hesse und Br. Heinrich im Garten und im Haus.

In den letzten Jahren hatte er etwa 20 Krankenhausaufenthalte, mehrmalige Herzinfarkte, Amputation der Zehen….

Er pflegte gern die Verbindung zur Kolpinggemeinschaft in Berlin Spandau.

Unter P. Czekalla sj konnte er auch in der Kladower Pfarrgemeinde mehrere Jahre Firmlinge auf die Firmung vorbereiten, das machte ihm große Freude und er erzählte gern davon, auch als Kommunionhelfer wurde er eingesetzt. Später nahm er auch gern teil an den monatlichen Gottesdiensten der Seniorenrunde der Gemeinde in Kladow.

Nach seinem ersten Herzinfarkt war es mit der Arbeit vorbei.

Die letzten Jahre ging er entweder mit dem Stock oder mit einem Rollator, an den er sich nur schwer gewöhnen wollte, und schließlich musste er sogar im Rollstuhl gefahren werden.

Herrmann Josef war ein großer Rosenkranzbeter, in seinem Zimmer stand auch eine große Madonna mit Kind. Es war ihm wichtig, bei seinen Krankenhausaufenthalten seinen Rosenkranz zu beten. Aber auch dort war er noch ein wenig missionarisch tätig, indem er unsere Jesuitenhefte über die Mission auflegte.

Mit Fragen der Natur beschäftigte er sich gern und hatte dazu auch eine kleine Bibliothek.

Br Hermann Josef lachte gern, manchmal mit einem schelmischen Lächeln. Wenn ein Mitbruder einen runden Geburtstag hatte, sagte er auch gern mal ein paar Verse auf, die er selbst geschmiedet hatte. Er ist beerdigt in Berlin Reineckendorf auf dem Hedwigsfriedhof. RiP